Satzung

der
chevara-stiftung Ewald Waltl
in Oberammergau

Präambel

Dr. Ewald J. Waltl übernahm ab 1972 bis 1997 SOS-Kinderpatenschaften, zufällig in Ecuador und lernte später die Indianerhilfsorganisation CEAS kennen. 1995 und 1997 hat er CEAS und SOS Quito besucht und sehr erheblich bespendet. 2003 wurde die treuhänderische chevara-stiftung gegründet, die nun  rechtsfähig ist.

Abgesehen davon, dass im Zeitalter der Globalisierung Politiker geeignete Rahmenbedingungen schaffen sollen, verstehe ich unter Entwicklungszusammenarbeit (EZA) Hilfe zur Selbsthilfe. Wenn z.B. Kinder Schulen besuchen und einen Beruf erlernen können, werden sie wissend und selbstbewusst und dadurch befähigt, die ungünstigen Bedingungen in ihrem Land zum Positiven zu verändern.

§ 1 Name, Rechtsstellung, Sitz

Die Stiftung führt den Namen chevara-stiftung Ewald Waltl. Sie ist eine rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz in Oberammergau.

§ 2 Stiftungszweck

(1) Zweck der Stiftung ist die Förderung der Entwicklungszusammenarbeit mit Lateinamerika, besonders Ecuador.

(2) Der Stiftungszweck wird insbesondere durch folgende Maßnahmen verwirklicht:

  1. Unterstützung von mittellosen Kindern und Jugendlichen in Lateinamerika bei Erziehung, Schulbesuch und Berufsausbildung; Destinatär: Hermann-Gmeiner-Fonds Deutschland e.V., SOS-Kinderdörfer weltweit, Ridlerstraße 55, 80339 München, E-Mail:  info@sos-kinderdoerfer.de.
  2. Unterstützung mittelloser Indígenas in Lateinamerika bei ihrem Kampf ums Überleben; Destinatär: CEAS (Centro de Estudios y Acción Social), Calle Tarqui 20-48 y Guayaquil, Riobamba, Ecuador, E-Mail: ceas35@gmail.com
  3. Unterstützung von medizinischer, sozialer und humanitärer Hilfe für Kranke und Notleidende in Notstandsgebieten Lateinamerikas; Destinatär: Verein „Ärzte für die Dritte Welt“, Frankfurt.
  4. Unterstützung bei Maßnahmen zur Volks- und Berufsbildung in Lateinamerika.
  5. Unterstützung von mittellosen Personen in Lateinamerika bei Hilfsbedürftigkeit, Berufsausbildung und Existenzgründung.

(3) Die Stiftung verfolgt damit ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke im Sinn des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.

(4) Die Stiftung kann auch anderen, ebenfalls steuerbegünstigten Körperschaften, Anstalten und Stiftungen finanzielle Mittel zur Verfügung stellen, wenn diese Stellen mit den Mitteln den Stiftungszweck nach Absätzen 1 und 2 fördern.

§ 3 Einschränkungen

(1) Die Stiftung ist selbstlos tätig. Sie verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Sie darf keine juristische oder natürliche Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Stiftung fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Unterstützungen, Zuwendungen oder Vergütungen begünstigen.

(2) Ein Rechtsanspruch auf Leistungen der Stiftung steht den durch die Stiftung Begünstigten aufgrund dieser Satzung nicht zu.

§ 4 Grundstockvermögen

(1) Das der Stiftung zur dauernden und nachhaltigen Erfüllung ihres Stiftungszwecks zugewendete Vermögen (Grundstockvermögen) ist in seinem Wert ungeschmälert zu erhalten. Es besteht zum Zeitpunkt der Errichtung der Stiftung aus 63.000,00 Euro Barvermögen.

(2) Zustiftungen (Zuwendungen zum Grundstockvermögen) sind zulässig. Zuwendungen ohne Zweckbestimmung aufgrund einer Verfügung von Todes wegen sollen dem Grundstockvermögen zugeführt werden.

(3) Vermögensumschichtungen sind zulässig. Umschichtungsgewinne sind einer  Umschichtungsrücklage zuzuführen, die zum Ausgleich von Umschichtungsverlusten, zur Erhöhung des Grundstockvermögens oder zur Verwendung für satzungsmäßige Zwecke aufgelöst werden kann.

§ 5 Stiftungsmittel

(1) Die Stiftung erfüllt ihre Aufgaben

  1. aus den Erträgen des Grundstockvermögens,
  2. aus Zuwendungen, soweit sie vom Zuwendenden nicht zur Aufstockung des Grundstockvermögens bestimmt sind; § 4 Abs. 2 Satz 2 bleibt unberührt.

 (2) Sämtliche Mittel dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden.

 (3) Im Rahmen der steuerrechtlichen Bestimmungen dürfen Rücklagen gebildet werden, um die steuerbegünstigten satzungsgemäßen Zwecke dauernd und nachhaltig erfüllen zu können.

§ 6 Stiftungsorgane

(1) Einziges Organ der Stiftung ist der Stiftungsvorstand.

(2) Die Mitglieder des Stiftungsvorstands sind zur gewissenhaften und sparsamen Verwaltung der Stiftung verpflichtet.

(3) Die Tätigkeit im Stiftungsvorstand sollte ehrenamtlich sein. Für entstandene Aufwendungen besteht Anspruch auf Ersatz. Der geschäftsführende Vorsitzende des Stiftungsvorstands darf seine Tätigkeit vergüten lassen. Der Stiftungsvorstand kann dafür eine in ihrer Höhe angemessene Pauschale beschließen, sofern die Mittel der Stiftung dies zulassen. § 10 (3) der Satzung ist zu beachten.

§ 7 Stiftungsvorstand

(1) Der Stiftungsvorstand besteht aus zwei bis vier Mitgliedern, dem Vorsitzenden, dem stellvertretenden Vorsitzenden und zwei weiteren Mitgliedern. Herr Dr. Ewald J. Waltl ist Mitglied des Vorstands und Vorsitzender auf Lebenszeit; seine Abwahlmöglichkeit bleibt davon unberührt. Er benennt als stellvertretende Vorsitzende Frau Dr. Heidrun Müller und Gregor und Arnim Kopp als weitere Vorstandsmitglieder. Sie werden auf unbestimmte Dauer bestellt. Bei Ausscheiden eines Vorstandsmitglieds wird ein neues Mitglied auf unbestimmte Dauer gewählt durch einfache Mehrheit der übrigen Vorstandsmitglieder (Kooptation).

(2) Der Stiftungsvorstand wählt aus seiner Mitte den Vorsitzenden und den stellvertretenden Vorsitzenden, der den Vorsitzenden in allen Angelegenheiten bei Verhinderung vertritt. Die Abwahl eines Vorstandsmitglieds ist mit einfacher Mehrheit möglich.

§ 8 Vertretung der Stiftung, Aufgaben des Stiftungsvorstands, Geschäftsführung

(1) Der Stiftungsvorstand vertritt die Stiftung gerichtlich und außergerichtlich. Er hat die Stellung eines gesetzlichen Vertreters. Seine Mitglieder sind einzelvertretungsberechtigt. Im Innenverhältnis vertritt der Vorsitzende die Stiftung allein.

(2) Der Vorsitzende ist befugt, dringliche Anordnungen zu treffen und unaufschiebbare Geschäfte zu besorgen.

(3) Der Vorsitzende führt die Geschäfte der laufenden Verwaltung, insbesondere

  1. die Vorlage von Vorschlägen zur Verwendung der Erträge des Grundstockvermögens und zum Verbrauch bestimmter Zuwendungen,
  2. die ordnungsgemäße Buchführung und Sammlung der Belege,
  3. die Erstellung der Jahresrechnung (Aufstellung über die Einnahmen und Ausgaben der Stiftung und Vermögensübersicht), die Fertigung des Berichts über die Erfüllung des Stiftungszwecks und die Vorlage der für die Rechnungsprüfung erforderlichen Unterlagen innerhalb von sechs Monaten nach Ablauf des Geschäftsjahres an die Stiftungsaufsichtsbehörde.

(4) Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 9 Geschäftsgang des Stiftungsvorstands

(1) Der Stiftungsvorstand wird von dem Vorsitzenden nach Bedarf, mindestens jedoch 1 x jährlich unter Angabe der Tagesordnung und Einhaltung einer Frist von 2 Wochen zu einer Sitzung einberufen. Sitzungen sind ferner einzuberufen, wenn ein Mitglied des Stiftungsvorstands dies verlangt.

(2) Der Stiftungsvorstand ist beschlussfähig, wenn ordnungsgemäß geladen wurde und mindestens zwei Mitglieder, unter ihnen die/der Vorsitzende oder die/der stellvertretende Vorsitzende anwesend sind. Ladungsfehler gelten als geheilt, wenn alle betroffenen Mitglieder anwesend sind und keines Widerspruch erhebt. Ist ein mangelhaft geladenes Mitglied nicht anwesend, kann die mangelhafte Ladung durch nachträgliche Genehmigung der Beschlüsse durch das betroffene Mitglied geheilt werden.

(3) Der Stiftungsvorstand trifft seine Entscheidungen, soweit kein Fall des § 10 dieser Satzung vorliegt, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden, bei seiner Abwesenheit des stellvertretenden Vorsitzenden, den Ausschlag.

(4) Wenn kein Mitglied widerspricht, können Beschlüsse im schriftlichen Umlaufverfahren gefasst werden. Die Schriftform gilt auch durch Fernschreiben, Telefax, E-Mail oder durch sonstige dokumentierbare Übermittlung der Stimmabgabe in elektronischer Form als gewahrt. Dies gilt nicht für Entscheidungen nach § 10 dieser Satzung.

(5) Über die Sitzungen sind Niederschriften zu fertigen und von den anwesenden Mitgliedern zu unterzeichnen. Sie sind allen Mitgliedern des Stiftungsvorstands zur Kenntnis zu bringen.

§ 10 Satzungsänderungen, Umwandlung und Aufhebung der Stiftung

(1) Satzungsänderungen sind zulässig, soweit sie zur Anpassung an veränderte Verhältnisse geboten erscheinen. Sie dürfen die Steuerbegünstigung der Stiftung nicht beeinträchtigen oder aufheben. Soweit sie sich auf die Steuerbegünstigung der Stiftung auswirken können, sind sie der zuständigen Finanzbehörde zur Stellungnahme vorzulegen.

(2) Änderungen des Stiftungszwecks sind nur zulässig, wenn seine Erfüllung unmöglich wird oder sich die Verhältnisse derart ändern, dass die Erfüllung des Stiftungszwecks nicht mehr sinnvoll erscheint. Umwandlung und Aufhebung der Stiftung richten sich nach den gesetzlichen Vorschriften.

(3) Beschlüsse nach Absatz 1 und Absatz 2 bedürfen der Zustimmung aller Mitglieder des Stiftungsvorstands. Die Beschlüsse werden erst nach Genehmigung durch die Regierung (§ 12) wirksam.

§ 11 Vermögensanfall

Bei Aufhebung oder Auflösung der Stiftung oder bei Wegfall ihrer steuerbegünstigten Zwecke fällt das Restvermögen nach Ermessen des Stiftungsvorstands an eine andere steuerbegünstigte Körperschaft zur Förderung der Entwicklungszusammenarbeit oder Völkerverständigung oder unter Berücksichtigung von § 3 Abs. 2 an Destinatär 1 oder 2 (§ 2 Abs. 2 Nr.1-2) oder anstelle Destinatär 2 an MISEREOR e. V. Diese/r hat/haben es unter Beachtung des Stiftungszwecks unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke zu verwenden.

§ 12 Stiftungsaufsicht

(1) Die Stiftung untersteht der Aufsicht der Regierung von Oberbayern.

(2) Der Stiftungsaufsichtsbehörde sind Änderungen der Anschrift, der Vertretungsberechtigung und der Zusammensetzung der Organe unverzüglich mitzuteilen.

§ 13 Inkrafttreten

Die Satzung tritt mit Anerkennung der Stiftung durch die Regierung von Oberbayern in Kraft.

Oberammergau, 27.05.2016
Diese Satzung ändert die Satzung vom 31.03.2011.

Dr. Ewald J. Waltl
Vorsitzender des Stiftungsvorstands
Ludwig-Lang-Str. 21a
82487 Oberammergau

Dr. Heidrun Müller
Stellvertretende Vorsitzende
Ludwig-Lang-Str. 21a
82487 Oberammergau

Tel. 08822 935371 und 0160 6345397  |  Fax 08822 242040  |  ewald@waltl.de  |  http://chevara.waltl.de

Dr. Ewald J. Waltl, Vorsitzender des Stiftungsvorstands, Anschrift wie oben
Die chevara-stiftung Ewald Waltl, Stiftung des bürgerlichen Rechts, ist unter der
St.-Nr. 119/147/01084 vom Finanzamt Garmisch-Partenkirchen als gemeinnützig und mildtätig anerkannt.  |  Konto: Consorsbank Nürnberg, IBAN: DE72760300800900480555

 

Satzung | Spenden
Jahresbericht 2003 | Jahresbericht 2004 | Jahresbericht 2005 | Jahresbericht 2006 | Jahresbericht 2007 | Jahresbericht 2008 | Jahresbericht 2009 | Jahresbericht 2010 | Jahresbericht 2011 | Jahresbericht 2012 | Jahresbericht 2013 | Jahresbericht 2014 | Jahresbericht 2015 | Mittelverwendung 1992-97 | Mittelverwendung 1996-2001

horizontal rule

Seiten-Anfang | © chevara-stiftung and ejw | 20.09.2016