Trinkwasserversorgung für 18 Familien
im Indio-Dorf Jesus del Gran Poder

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Im Andenhochland von Ecuador müssen Bauernfamilien bis zu 4 Stunden aufwenden, um einen einzigen Kübel Wasser zu ihrem Haus zu bringen. Die nächstgelegene Quelle wird oft von einem Großgrundbesitzer beansprucht.

Mit dem neuen Wassergesetz der Regierung wird aber nun jenen das Wasser zugesprochen, die es zum Trinken benötigen.

Durch die Errichtung einer Wasserleitung von der Quelle zu einem Wasserreservoir beim Dorf wird das Leben dieser Menschen nachhaltig verbessert.

PROJEKT:

Wasserversorgung für 18 Familien im Indio-Dorf Jesus del Gran Poder

SUPER-MIKRO:

1524

LAND:

ECUADOR

GEBIET:

Provinz Chimborazo

PROJEKTSUMME:

16.791,- öS

PROJEKTPARTNER:

CEAS, Centro de Estudios y Acción Social, Riobamba

PROJEKTLEITER:

Héctor Santos

BETREUUNG:

ENTWICKLUNGSHILFE-KLUB
Anschrift: Postfach 250, A - 1020 Wien
Adresse: Wien 2., Böcklinstraße 44
Telefon: 01/ 720 51 50
Konto: Erste Bank 424-102-700

DATUM:

August 1998

INHALT:

bulletDas Dorf Jesus del Gran Poder
bulletBenötigte Unterstützung
bulletRest in Arbeit
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Das Dorf Jesus del Gran Poder

Nah bei Riobamba

Das Dorf Jesus del Gran Poder liegt nur acht Kilometer von der Provinzhauptstadt Riobamba, wo CEAS seinen Sitz hat, entfernt. Die im Bezirk Guano befindliche Gemeinde liegt auf einer Höhe von 2.560 Meter über dem Meeresspiegel. Der einzige Zugang führt über eine sehr schlechte Straße ("Straße dritter Ordnung"), mit der Jesus del Gran Poder mit Riobamba, Los Elenes und der Provinzhauptstadt Guano mehr schlecht als recht verbunden ist.

Trockener Boden und karge Landwirtschaft

Die Gegend, in der das Dorf angesiedelt ist, ist uneben. Der Boden ist größtenteils trocken und sandig, es gibt aber auch sumpfige Bereiche. Das Klima ist hier gemäßigt trocken mit einer Niederschlagsmenge von 600 mm pro Jahr und einer Durchschnittstemperatur von 15 Grad Celsius.

Aufgrund der schlechten Bodenbeschaffenheit gibt es nur spärliche Vegetation. Vor allem aber wirkt sich der schlechte Boden unheilvoll auf die Landwirtschaft der Menschen in Jesus del Gran Poder aus, die hier nur anspruchslosen Hanf und einige wenige Fruchtsorten anbauen können.

Eigeninitiative

Die Dorfbewohner versuchen seit bereits 14 Jahren ergebnislos bei Regierungsorganisationen als auch bei privaten Institutionen Unterstützung für die Errichtung eines Trinkwassersystems zu erhalten. Sie bauten in der Zwischenzeit aus eigener Kraft und mit einem Minimum an Hilfe durch den Bezirk Guano die Quellfassung und die Zisterne. Das Pumpensystem und das Verteilungssystem zu den Häusern konnten sie aber finanziell nicht bewältigen, und so traten sie mit der Bitte um Unterstützung an CEAS, den Projetkpartner des Entwicklungshilfe-Klubs, heran.

Trinkwasser und Gesundheit

Das Ziel der Menschen ist es vor allem, das Dorf mit Trinkwasser zu versorgen und die Gesundheit der Dorfbewohner in Jesus del Gran Poder merklich zu verbessern.

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Benötigte Unterstützung

18 der insgesamt 80 Familien im Dorf Jesus del Gran Poder sollen durch diese Projekt-Partnerschaft dabei unterstützt werden, Wasser in ihre Gemeinde und bis zu ihrem Haus zu leiten.

Die Projektgelder kommen über die projektleitende Organisation CEAS in Ecuador zum Einsatz.

Kostenaufschlüsselung:

Zapfstelle, Rohre, Pumpe
Hilfsarbeiten
Materialtransport und Planung
CEAS-Wassertechniker
Gesamt

Beitrag der Kirche
Beitrag der Indiofamilien

erbetene Unterstützung
ohne Förderung durch die EU
34.770,- öS
12.420,- öS
864,- öS
3.240,- öS
51.294,- öS

-5.292,- öS
-12.420,- öS

33.582,- öS

Für 18 Familien betragen die Kosten nach Abzug der von der Ortskirche bereitgestellten Summe und der Eigenleistung der Indiofamilien somit 33.582,- öS.
Da das Projekt von der EU mit 50 Prozent gefördert wird, ist für die Wasserversorgung der 18 in Jesus del Gran Poder begünstigten Familien nur ein Beitrag von 16.791,- öS oder 2.398,70 DM erforderlich.

Die Kosten für die Wasserversorgung der restlichen 62 Familien der insgesamt 80 Familien von Jesus del Gran Poder sollen durch Übernahme eines Folgeprojektes übernommen werden.

Eigenleistung der Bauern:

Die Dorfbewohner verrichten alle manuellen Arbeiten wie das Ausheben der Gräben für die Rohre, die Errichtung der Zisterne usw.

Das Wasserkomitee des Dorfes kassiert monatlich von jeder Familie einen bescheidenen Beitrag. Dieser wird für den Betrieb und die Wartung der Anlage eingesetzt.

Alle Familien werden je nach ihren Möglichkeiten einen Teil der Investitionen im Laufe von einigen Jahren refundieren. Diese Gelder werden dann für die Wasserversorgung anderer Dörfer eingesetzt.

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